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Tipps und Links

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Tun Sie sich etwas Gutes

Es gibt einige Hebel, mit denen Sie täglich dafür sorgen können, dass Sie sich besser fühlen. Hier finden Sie einige Anregungen rund ums Thema Lebensqualität im Alltag. Lassen Sie sich inspirieren!

ENTSPANNUNG

Schweres Asthma ist auch mit Ängsten und Unruhe verbunden. Entspannungsübungen können helfen, den Atem anzusprechen, den Geist zu beruhigen und körperliche Verspannungen zu lösen. Im Folgenden finden Sie drei Techniken der Entspannung, die Ihnen helfen können, mögliche Ängste besser zu kontrollieren und körperlichen Stress zu reduzieren.

AUTOGENES TRAINING
Autogenes Training beruht auf autosuggestiven Übungen, bei denen der Übende mit Formeln in bestimmter Abfolge seinen eigenen körperlichen Zustand anspricht und zu beeinflussen sucht. Das Training kann sowohl in Selbstschulungen erlernt und geübt werden wie unter Anleitung in Gruppen.

YOGA
Yoga verbindet sogenannte Asanas (körperliche Positionen) in gymnastischer Folge mit einer speziellen Atemtechnik. Es wird auch mit meditativen Elementen verbunden. Yoga kann in verschiedenen Schulen und in verschiedenen Intensitätsgraden geübt werden.

PROGRESSIVE MUSKELENTSPANNUNG NACH JACOBSON
Diese Muskelentspannung beruht auf einer gezielten An- und Entspannung von Muskelgruppen. Der Übende hält die Muskelspannung kurz und löst sie wieder. Das Ziel ist es, die Muskelspannung wahrzunehmen und sie gezielt zu senken.

Website der Deutschen Gesellschaft für Entspannungsverfahren

SPORT

Die Vorteile sportlicher Betätigung sind zahlreich: mehr Ausdauer, Flexibilität, Kraft, Muskelaufbau und Belastbarkeit (je nachdem, welche Bewegungsart Sie ausüben), eine bessere Sauerstoffversorgung des Körpers, die Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems und der Immunabwehr. Menschen mit Asthma können insbesondere im Bereich des Ausdauer-Trainings eine Aktivität wählen, die eine Anpassung an die eigene Kondition leicht macht: Radfahren, Walking oder Nordic Walking, Joggen, Wandern oder Schwimmen.

Selbstverständlich muss die Aktivität auf die Schwere Ihrer Erkrankung und auf Ihre Leistungsfähigkeit abgestimmt werden. Sprechen Sie vor dem Beginn der Aktivität mit Ihrem Lungenfacharzt, welche dieser Sportarten in welcher Intensität für Sie in Frage kommt. Möglicherweise wird hier auch ein Lungenfunktionstest sinnvoll sein.

Anstrengungsasthma, also Atemnot bei körperlicher Belastung, ist kein Hindernis für sportliche Betätigung. Hier kann eine Überprüfung der möglicherweise nicht ausreichenden Dauerbehandlung sinnvoll sein, bzw. eine vorbeugende Behandlung vor dem Sport.

Wichtig ist es, seine eigenen Grenzen zu kennen und zu beachten und die Belastung nur nach und nach zu steigern. Streben Sie nicht persönliche Höchstleistungen an, sondern machen Sie lieber rechtzeitig eine Pause.

Besprechen Sie außerdem mit Ihrem Arzt, ob und wie bei sportlichen Aktivitäten die Medikamenteneinnahme abzustimmen ist.

ERNÄHRUNG

Bei der Ernährung gelten auch bei Asthma-Erkrankungen die allgemeinen Empfehlungen für eine ausgewogene, gesunde Ernährung: Gemüse und Obst. Fisch ein- bis zweimal die Woche. Fleisch, Wurstwaren und Eier in Maßen. Wenig Fett. Zucker und Salz in Maßen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hält dazu ausführlichere Empfehlungen bereit.

Die Küche der Mittelmeerländer gilt in ihrer Zusammensetzung als beispielhaft gute ausgewogene Ernährung, da sie auf viel Gemüse und Fisch zurückgreift und insbesondere hochwertige pflanzliche Öle statt tierischer Fette verwendet.

Wichtig ist es auch, auf das Gewicht zu achten. Denn es ist bekannt, dass Übergewicht eine negative Auswirkung auf die Lungenfunktion hat. Auch Asthmaanfälle können vermehrt auftreten, da das Herz-Kreislauf-System und der Lungenkreislauf bei Übergewicht mehr beansprucht werden, was zu Atemproblemen führen kann.

REISETIPPS

Bei der Reiseplanung können Sie einige Faustregeln bezüglich der Urlaubsziele und der Reisezeit beachten. Ein eher gemäßigtes Klima am Zielort ist ideal, da sehr niedrige oder hohe Temperaturen Atemprobleme begünstigen. Bei einem Aufenthalt am Meer kann die salzhaltige Luft vorteilhaft für die Bronchien sein. Großstädte mit belasteter Luft sind sicher nicht die erste Wahl. Gepflegte Unterkünfte der gehobenen Klasse werden wahrscheinlich bei Klimaanlagen oder im Bad das Schimmelpilzrisiko minimieren.

Allergische Asthmatiker können bei der Auswahl der Ferienunterkunft auf die Punkte Tierhaare und Hausstaubmilben achten. Es sollte sich also um Unterkünfte handeln, bei denen Tiere nicht erlaubt sind und keine Teppiche zur Ausstattung zählen. Für allergische Asthmatiker liegt natürlich ein Verreisen während der heimischen Pollenflugzeit nahe. An Urlaubszielen mit einer Höhenlage um die 1500 Meter sind keine Pollen oder Hausstaubmilben zu erwarten.

Die Reiseapotheke sollte ausreichend bestückt sein. Das heißt: ausreichend Bedarfs- und Dauermedikation für die Dauer der Reise. Wenn Sie eine Biologikum-Therapie per Spritze erhalten, planen Sie Ihren Urlaub so, dass die Zeit zwischen zwei Injektionen liegt.

Besprechen Sie Ihre Urlaubspläne am besten noch einmal mit Ihrem Lungenfacharzt. Er hat sicher einige wertvolle Hinweise für Sie.

THERAPIETREU BLEIBEN

Eine Therapie – gerade bei chronischen Erkrankungen wie dem schweren Asthma – beruht immer darauf, dass Sie als Patient die Ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten aktiv nutzen.

Der Erfolg Ihrer Therapie, also die Kontrolle der Atemprobleme und die Vorbeugung von Anfällen, beruht vor allem darauf, dass Sie die verschriebenen Medikamente regelmäßig und in richtiger Dosierung und Technik einnehmen. Lassen Sie auf keinen Fall den Teil der Medikamente weg, der zur regelmäßigen Dauertherapie dient, auch wenn sich Ihre Symptome durch die Medikamente verbessert haben! Dies kann dazu führen, dass Ihr Asthma wieder unkontrolliert wird und Sie an Symptomen und Einschränkungen leiden.

Auch die Durchführung von Peak-Flow-Messungen und das Protokollieren dient Ihrem Vorteil, nämlich der Kontrolle der Leistungsfähigkeit Ihrer Atemwege und der Wirkung Ihrer Medikamente. In einem Asthma-Tagebuch liefern die Peak-Flow-Werte neben anderen Informationen wie Beschwerden, eingenommene Medikamente und besondere Ereignisse auch dem Arzt wertvolle Hinweise, um Ihre Therapie möglicherweise anzupassen.

Selbstverständlich ist es in jedem Fall wichtig, dass Sie Ihren Arzt über Veränderungen in Ihrem Befinden informieren. Seien es vermehrt auftretende Symptome oder auch vermutete Nebenwirkungen Ihrer Medikamente.

ATEMÜBUNGEN

Bei einem Asthmaanfall kommt es zu einer akuten Verengung der Bronchien. Das Ausatmen fällt schwer, die Atmung beschleunigt sich. In dieser Situation geht es darum, die eigene Atmung wieder zu kontrollieren. Dabei helfen spezielle Atemübungen und Körperhaltungen. Hier sind die zwei wichtigsten.

DIE LIPPENBREMSE
Die Lippenbremse sollte insbesondere bei akuter Atemnot praktiziert werden. Atmen Sie durch die Nase ein und durch die gespitzten und leicht geöffneten Lippen langsam wieder aus. Erzeugen Sie dabei Laute wie pff oder sss. Dies hilft zusätzlich bei der Kontrolle der Atmung.

DER KUTSCHERSITZ
Sie setzen sich einfach auf den vorderen Teil der Sitzfläche eines Stuhls und beugen sich vornüber. Legen Sie dabei die Unterarme auf den Oberschenkel, die Hände hängen locker. Der Rücken ist leicht gerundet. Atmen Sie dabei mit der Lippenbremse.

IM NOTFALL

Ein Asthmaanfall kündigt sich oft durch Husten und Atemnot an. In diesem Fall können Sie mit dem Peak-Flow-Meter messen, wie kräftig Ihre Ausatmung ist. Gemessen wird dabei der Peak-Flow-Wert, also die Spitze (Peak) des Ausatmungsstroms (Flow). Ein Peak-Flow-Wert von unter 60 % kann ein Hinweis auf einen bevorstehenden Anfall sein, insbesondere bei aktuellen starken Asthma-Symptomen auch nachts. Tritt der Asthmaanfall ein, können Sie wie folgt handeln:

NOTFALLMEDIKAMENTE EINNEHMEN
Stellen Sie sicher, dass Sie das vorgesehene inhalative Notfall-Medikament (als Spray oder Trockenpulver-Inhalation) einnehmen. Dies kann zwei- bis viermal erforderlich sein.

RUHIG BLEIBEN
Versuchen Sie, nicht in Panik zu geraten und Ihre Atmung mit den Notfall-Übungen bewusst zu kontrollieren.

NOTFALL-ÜBUNGEN
Die zwei wichtigsten sind der Kutschersitz und die Lippenbremse. Näheres siehe bei Atemübungen.

NOTFALLMEDIKAMENT
Sollte der erste Einsatz des Medikaments nicht ausreichen, wiederholen Sie das Inhalieren.

RUFEN SIE DEN NOTARZT, WENN KEINE BESSERUNG EINTRITT.

Asthma-Lexikon

Das Asthma-Lexikon erklärt verschiedene Begriffe rund um das Thema Asthma. Klicken Sie auf einen der Buchstaben, um zu den jeweiligen Begriffen zu gelangen.

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  • a
  • ALLERGIETEST,

    ein Teil der Diagnose bei Verdacht auf allergisches Asthma. Der Nachweis über das Vorliegen von Allergien erfolgt über einen Hauttest („Prick-Test“) und/oder die Bestimmung von spezifischem IgE im Serum nach Blutabnahme.

  • ALLERGISCHES ASTHMA

    führt zu einer allergischen Reaktion der Atemwege auf eigentlich ungefährliche Stoffe aus der Umwelt (Allergene wie Tierhaare oder Blütenpollen). Der Körper bildet dabei Immunglobuline vom Typ E (IgE), die die Ausschüttung von allergieauslösenden Botenstoffen bewirken, was zu Allergie- und Asthmasymptomen führt.

  • ANTIKÖRPER

    sind Proteine (Eiweiße), die im Körper als Reaktion auf bestimmte Stoffe (sogenannte Antigene) produziert werden und eine zentrale Rolle im Immunsystem spielen. Die Bindung der Antikörper an Antigene dient der Abwehr eingedrungener Fremdstoffe. In der Therapie von schwerem Asthma werden sogenannte monoklonale Antikörper (Biologika) eingesetzt, die spezifisch in entzündliche Vorgänge eingreifen.

  • ANTIKÖRPERTHERAPIE

    nutzt die Funktion von Antikörpern im Immunsystem. Therapeutische Antikörper blockieren die Kommunikation zwischen Zellen im Immunsystem, indem sie ganz bestimmte, eine unerwünschte Reaktion auslösende Botenstoffe neutralisieren. Dazu heften sie sich entweder an die Botenstoffe an oder blockieren den Empfang der Botenstoffe am Rezeptor auf der Zelle. So verhindern sie die Aktivität des Botenstoffs.

  • ASTHMA BRONCHIALE

    ist eine chronische entzündliche Erkrankung der Atemwege mit einer begleitenden Überempfindlichkeit der Bronchien gegenüber verschiedenen Reizen. Die Entzündung der Atemwege kann deren Verengung bewirken und zu Symptomen wie anfallsartiger Luftnot, Enge in der Brust, pfeifender Atmung oder Husten führen.

  • b
  • BEDARFSTHERAPIE

    ist der Einsatz eines rasch wirksamen und nur bei akuten Beschwerden einzunehmenden Medikaments. Bei Asthma werden für alle Schweregrade SABA als Wirkstoffe zur Bedarfstherapie („Notfallmedikamente“) eingesetzt. Bei mittelschwerem bis schwerem Asthma kann auch eine Kombination aus ICS und LABA als Bedarfsmedikation verabreicht werden. Wenn eine Dauertherapie verordnet wurde, wird die Bedarfstherapie zusätzlich eingenommen, sie ersetzt nicht die Dauertherapie.

  • BETA-2-MIMETIKUM,

    ein Medikament, das die Bronchien erweitert. Beta-2-Mimetika werden auf Basis ihrer Wirkdauer unterteilt in kurzwirksame (siehe SABA) und langwirksame (siehe LABA) Wirkstoffe.

  • BIOLOGIKUM,

    ein Protein (Eiweiß), das für die medizinische Therapie entwickelt wird und gezielt in körpereigene Funktionen und Mechanismen eingreift. Bei schwerem Asthma werden sogenannte monoklonale Antikörper eingesetzt, die entzündungsfördernde Botenstoffe des Immunsystems abwehren.

  • BODYPLETHYSMOGRAPHIE

    (auch als Ganzkörperplethysmographie oder „große Lungenfunktion“ bezeichnet) ist ein diagnostisches Verfahren zur Messung der Lungenfunktion. Mit ihr können Parameter wie der Atemwiderstand, das Residualvolumen oder die totale Lungenkapazität ermittelt werden, für deren Messung eine Spirometrie nicht geeignet ist. Die Durchführung einer Bodyplethysmographie findet üblicherweise bei Spezialisten und in Kliniken statt, da sie mit erheblichem apparativem Aufwand verbunden ist. Im Vergleich zur Spirometrie liefert sie die detaillierteren und verlässlicheren Werte.

  • d
  • DAUERTHERAPIE

    (Synonym: Erhaltungstherapie, Langzeittherapie) wird die Behandlung mit einem oder mehreren regelmäßig einzunehmenden Medikamenten genannt. Die Dauertherapie bei Asthma dient der Symptomkontrolle und soll zukünftige Asthma-Anfälle verhindern. Je nach Schweregrad werden bei Asthma ICS, LABA, LAMA sowie Biologika (auch Antikörper-Therapie) eingesetzt, in begründeten Fällen auch LTRA und OCS. Die Dauertherapie wird – anders als die Bedarfstherapie – regelmäßig eingenommen, auch wenn keine akuten Beschwerden bestehen.

  • e
  • EOSINOPHILE,

    genauer „eosinophile Granulozyten“, sind eine Unterart der weißen Blutkörperchen und damit Bestandteil des menschlichen Immunsystems. Sie dienen im Körper z. B. der Abwehr von Parasiten. Bei Asthmatikern kommt es oft zu einer Überproduktion von Eosinophilen und einer Ansammlung selbiger in der Atemwegsschleimhaut. Die Eosinophilen lösen Entzündungen der Atemwegsschleimhaut aus, die letztendlich zu Asthma-Symptomen und akuten Anfällen führen. Wird bei Asthmatikern eine überdurchschnittlich hohe Eosinophilenzahl im Blut gemessen, so spricht man von eosinophilem Asthma.

  • EOSINOPHILES ASTHMA

    wird durch die Überproduktion von eosinophilen Granulozyten ausgelöst, die zu den weißen Blutkörperchen gehören und zu Entzündungen in der Atemwegsschleimhaut führen. Es ist oft gekennzeichnet durch ein spätes Auftreten (im Erwachsenenalter), häufige Verschlechterung der Symptome (Exazerbationen), schlechte Lungenfunktion und chronische Entzündung der Nasen- und Nebenhöhlenschleimhaut. Die Diagnose erfolgt über ein Blutbild, bei dem die Anzahl der eosinophilen Granulozyten im Blut des Patienten bestimmt wird. Eosinophiles Asthma kann heute mit Biologika (auch Antikörper-Therapie) behandelt werden, die die Anzahl der eosinophilen Granulozyten im Blut und damit die Entzündung der Atemwege verringern.

  • EXAZERBATION

    bezeichnet im Zusammenhang mit chronischen Erkrankungen der Atemwege eine deutliche gesundheitliche Verschlechterung und kann mit einer Zunahme der Symptome Atemnot, Husten und Auswurf verbunden sein, die über die normalen Tagesschwankungen der Symptome hinausgeht. Ein Ziel der Asthmatherapie ist es, Exazerbationen zu verhindern.

  • f
  • FEV1

    ist die Abkürzung für den englischsprachigen Begriff „Forced Expiratory Volume in 1 second“. Als FEV1 wird die sogenannte Einsekundenkapazität bezeichnet: Darunter versteht man das Volumen an Atemluft, das nach vollständiger Einatmung innerhalb der ersten Sekunde rasch unter größter Anstrengung ausgeatmet wird. Der FEV1-Wert ist Bestandteil der Lungenfunktionsprüfung und kann mittels Spirometrie oder Bodyplethysmographie gemessen werden. Er ist der wichtigste Lungenfunktionswert bei Lungenerkrankungen, die mit verengten Bronchien einhergehen, da er den Grad der Verengung der Atemwege widerspiegelt.

  • FVC

    ist die Abkürzung für Forced Vital Capacity (forcierte Vitalkapazität). Diese bezeichnet das Luftvolumen, das nach vollständiger Einatmung rasch und vollständig wieder ausgeatmet werden kann. Die Vitalkapazität von Erwachsenen beträgt im Schnitt drei bis fünf Liter.

  • g
  • GIEMEN:

    ein pfeifendes Geräusch beim Ausatmen und ein Symptom von Asthma.

  • i
  • ICS

    ist die Abkürzung für inhalatives Corticosteroid (Synonyme: inhalatives Kortikosteroid, inhalatives Glucocorticoid). ICS wirken entzündungshemmend und werden zur lokalen Behandlung der Entzündung der unteren Atemwege (Bronchialschleimhaut) eingesetzt. Sie spielen eine zentrale Rolle in der Asthmatherapie und können zur Behandlung aller Asthma-Schweregrade eingesetzt werden. Beispiele für Wirkstoffe aus der Klasse der ICS: Beclometason, Budesonid, Fluticason.

  • IgE

    ist die Abkürzung für Immunglobulin E. Immunglobulin E ist ein Antikörper, der unter anderem für Allergien verantwortlich ist. Bindet es im Körper an ein Allergen, so veranlasst IgE die Ausschüttung von Stoffen, die Allergien auslösen (vor allem Histamin). Die Bestimmung der IgE-Konzentration im Serum durch einen Bluttest gibt Aufschluss über das Vorliegen von Allergien.

  • IL-5

    ist die Abkürzung für Interleukin 5. IL-5 ist ein Entzündungsbotenstoff, der an Eosinophile binden kann und eine wichtige Rolle in deren Entstehung und Aktivierung spielt. Die Entstehung und Aktivierung von Eosinophilen trägt bei Asthmatikern zur Entzündung des Lungengewebes bei. Bei eosinophilem Asthma kann die Verbindung zwischen IL-5 und seiner Andockstelle, die zu einer Aktivierung nötig ist, durch Medikamente (Antikörpertherapien) blockiert werden. Dadurch wird die Anzahl der Eosinophilen gesenkt und die Entzündung der Atemwegsschleimhaut gelindert.

  • IMMUNGLOBULINE (Ig)

    sind Eiweiße (Antikörper), die im Immunsystem eine Rolle bei der Abwehr von fremden Substanzen spielen. Es gibt fünf verschiedene Klassen von Immunglobulinen (IgA, IgD, IgE, IgG, IgM) mit verschiedenen Aufgaben.

  • k
  • KORTIKOSTEROIDE

    (Synonyme: Kortikoide, Glucocorticoide) sind Arzneistoffe mit entzündungshemmender Wirkung. Bei Asthma werden sie vor allem inhalativ eingesetzt (lokale Wirkung in der Lunge, siehe ICS). Wenn die inhalative Behandlung nicht ausreicht, können Kortikosteroide zusätzlich in Tablettenform verabreicht werden (systemische Wirkung im ganzen Körper, siehe OCS).

  • l
  • LABA

    ist die Abkürzung für Long-Acting Beta-2 Agonist. Wirkstoffe aus dieser Gruppe werden als langwirksame Beta-2-Mimetika bezeichnet. LABA werden inhalativ verabreicht. Sie binden an Beta-2-Adrenorezeptoren in den Atemwegen und haben dort eine langanhaltende bronchienerweiternde Wirkung von bis zu über 24 Stunden. Beispiele für Wirkstoffe aus der Klasse der LABA: Formoterol, Indacaterol, Salmeterol, Vilanterol.

  • LAMA

    ist die Abkürzung für Long-Acting Muscarinic Antagonist. Wirkstoffe aus dieser Gruppe werden auch als Anticholinergika bezeichnet und werden inhalativ verabreicht. Sie binden an muskarinische Rezeptoren in den Atemwegen und haben dort eine langanhaltende bronchienerweiternde Wirkung von bis zu über 24 Stunden. Beispiele für Wirkstoffe aus der Klasse der LAMA: Tiotropium, Aclidinium.

  • LTRA

    ist die Abkürzung für Leukotrien-Rezeptorantagonist. LTRA gehören zur Wirkstoffgruppe der Antihistaminika und werden in Tablettenform zur Vorbeugung von Asthma-Anfällen eingesetzt. Sie blockieren die Wirkung von Leukotrienen (Gewebshormone, die an den Entzündungsprozessen beteiligt sind) und wirken damit entzündungshemmend. Der im Handel verfügbare Wirkstoff aus der Gruppe der LTRA ist Montelukast.

  • m
  • MONOKLONALE ANTIKÖRPER

    sind Antikörper, die durch biotechnologische oder zellbiologische Verfahren so hergestellt werden, dass sie sich alle gleich sind und gegen nur ein spezifisches Ziel gerichtet (Antikörpertherapien). Natürlich vorkommende Antikörper sind nie monoklonal, sondern immer polyklonal.

  • o
  • OCS

    ist die Abkürzung für orales Corticosteroid (Synonyme: orales Kortikosteroid, orales Glucocorticoid, systemisches Kortikosteroid, Kortison-Tabletten). OCS wirken entzündungshemmend und werden zur systemischen („den ganzen Körper betreffenden“) Entzündungsbehandlung eingesetzt. Sie werden im Gegensatz zu ICS nicht inhaliert, sondern in Tablettenform eingenommen und können bei schwerem Asthma zusätzlich zur inhalativen Therapie verabreicht werden. Beispiele für Wirkstoffe aus der Klasse der OCS: Prednison, Prednisolon, Hydrocortison.

  • r
  • REVERSIBILITÄTSTEST

    ist ein Test, der bei Asthmaverdacht zur Erhärtung der Diagnose durchgeführt wird. Dabei wird eine kurzzeitige Therapie mit Medikamenten durchgeführt, um zu sehen, ob die Verengung der Atemwege vollständig umkehrbar ist (reversibel). Ist dies der Fall, ist die Diagnose Asthma zumeist gesichert.

  • s
  • SABA

    ist die Abkürzung für Short-Acting Beta-2 Agonist. Wirkstoffe aus dieser Gruppe werden als kurzwirksame Beta-2-Mimetika bezeichnet und werden inhalativ verabreicht. SABA binden an Beta-2-Adrenorezeptoren in den Atemwegen und haben dort eine kurzanhaltende bronchienerweiternde Wirkung von maximal 6 Stunden. Beispiele für Wirkstoffe aus der Klasse der SABA: Salbutamol, Terbutalin.

  • SPIROMETRIE

    ist ein Verfahren, mit dem die Lungenfunktion des Patienten gemessen wird. Sie wird deshalb auch als Lungenfunktionsprüfung („Lufu“) bezeichnet. Die Spirometrie dient der Aufzeichnung des Lungen- bzw. Atemvolumens und kann beim Hausarzt durchgeführt werden. Der Patient atmet dabei über den Mund in ein Gerät (Spirometer), welches das ein- und ausgeatmete Luftvolumen sowie die Geschwindigkeit der ausgeatmeten Luft misst.

  • t
  • TIOTROPIUM

    (Langform: Tiotropiumbromid) ist ein Medikament, das die Atemwegsmuskulatur entspannt und die Bronchien erweitert. Es wird inhalativ verabreicht und ist vor allem in der Behandlung der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) zentraler Bestandteil. Tiotropium hat eine lange Wirkdauer und zählt deshalb zur Gruppe der LAMA (Long Acting Muscarinic Antagonist). Bei Asthma kann es – abhängig vom Schweregrad – zur Dauertherapie anstelle eines LABA in Kombination mit ICS verabreicht werden, oder zusätzlich zur ICS/LABA-Kombinationstherapie.

ATEMWEGSLIGA
Die auf www.atemwegsliga.de angebotene Information soll Patienten helfen, mehr über Atemwegs- und Lungenerkrankungen zu erfahren. Hier können Sie sich auch über Leitlinien und Empfehlungen informieren.

ATEMWEGSLIGA PATIENTENSCHULUNGEN
Unter diesem Link finden Sie ein Verzeichnis von Ärzten, die Patienten Schulungen zu den Erkrankungen Asthma und COPD anbieten.

DEUTSCHER ALLERGIE- UND ASTHMABUND e.V.
Der Deutsche Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB) arbeitet seit 1897 als Patientenverband für Kinder und Erwachsene mit Allergien, Asthma, COPD und Neurodermitis. Auf der Website finden Sie entsprechende Beratung und Tipps, die das Leben erleichtern.

DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR ENTSPANNUNGSVERFAHREN e.V.
Die Deutsche Gesellschaft für Entspannungsverfahren e.V. bietet auf ihrer Website vielfältige Informationen rund um das Thema „Entspannungsverfahren“, wie z. B. zu autogenem Training, Hypnose und Yoga.

DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR ERNÄHRUNG e.V.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. beschäftigt sich mit allen auf dem Gebiet der Ernährung auftretenden Fragen und will mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Qualitätssicherung in der Ernährungsberatung der Bevölkerung beitragen.

DEUTSCHE PATIENTENLIGA ATEMWEGSERKRANKUNGEN e.V.
Die Deutsche Patientenliga Atemwegserkrankungen e.V. vermittelt neben Kontakten zu regionalen Selbsthilfegruppen auch Informationen rund um die Erkrankungen COPD und Asthma sowie allgemeine Tipps für Betroffene.

GESUNDHEITSINFORMATION
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen informiert auf dieser Seite u. a. über die wichtigsten Aspekte von Asthma. Dieser Link führt Sie direkt zum Thema Anstregungsasthma.

LUNGENSPORT
Die Arbeitsgemeinschaft Lungensport in Deutschland e.V. möchte Patienten über die positive Auswirkung körperlichen Trainings aufklären und beraten, insbesondere über ambulanten Lungensport.

RAUCHFREI-INFO
Die Website rauchfrei-info.de ist ein Angebot der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Hier finden Sie wertvolle Informationen zum Planen und Durchführen eines Rauchstopps.

Sie benötigen weitere Unterstützung?
Klicken Sie hier oder rufen Sie an unter 0800 360 360 2